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Aktuelles
Informationen der EWIBO
 

„Das war hier vor Ort perfekt organisiert“

Dr. Michael Adam und seine Ehefrau (blaue Schutzkittel) impften geflüchtete Menschen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der EWIBO-Sozialbetreuung. (Foto: EWIBO)

74 geflüchtete Menschen und 20 betreuende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden von Dr. Michael Adam und seiner Ehefrau gegen das Coronavirus geimpft.

„Der organisatorische Aufwand war nicht unerheblich“, berichtet EWIBO-Bereichsleiter und Prokurist Hans-Gerhard Kaiser, „aber letztlich hat es sich gelohnt, denn in der Zeit zwischen 8 und 15 Uhr sind hier bei uns 94 Menschen geimpft worden.“ Am Mittwoch (19.5.2021) war das „Haus der Integration“ am Theodor-Heuss-Ring kaum wiederzuerkennen.

Mit einem ausgeklügelten Einbahnstraßensystem hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Räumlichkeiten den Coronaregeln entsprechend in einen Test- und Impfbereich eingerichtet, so dass dort 74 geflüchtete Menschen und 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft werden konnten (Impfaktion für Personen der Priorisierungsstufe II aus Obdachlosen-, Sammel- und Gemeinschaftsunterkünften). Zuvor war die Impfaktion mit Tina Papenkort vom Fachbereich Soziales der Stadt Bocholt sowie dem Kreisgesundheitsamt abgestimmt worden.

"Sehr beeindruckend, Menschen aus so vielen Ländern kennenzulernen"

Der Bocholter Allgemeinmediziner Dr. Michael Adam mit seiner Ehefrau führte die Impfungen mit dem „Moderna“-Vakzin durch und lobte die gute Zusammenarbeit mit der EWIBO: „Wir haben ja nicht nur eine Impfung, sondern auch eine Testung durchgeführt und es war hier vor Ort von den Mitarbeitenden perfekt vorbereitet und bestens organisiert. Für mich war das sehr interessant so viele Mitbürger und Mitbürgerinnen aus unterschiedlichen Kulturen und Gegenden zu treffen, die alle eine Geschichte haben und teilweise ohne ihre Familien sind. Die Atmosphäre hier im Haus der Integration während der Impfaktion war sehr gut.“ Und Ehefrau und Krankenschwester Rita Adam ergänzt: „Für mich war das ebenfalls sehr beeindruckend, Menschen aus so vielen Ländern kennenzulernen, das war ein ganz neuer Aspekt bei der Impfung.“ Bemerkenswert sei gewesen, so das Ärztepaar, dass die vorherige Testung von 91 Menschen nur negative Ergebnisse erbracht hätte.

Im Vorfeld der Aktion hatten die Betreuerinnen und Betreuer der EWIBO Aufklärungsarbeit bei den geflüchteten Menschen geleistet: „Da mussten im persönlichen Gespräch schon Ängste genommen und Vorbehalte ausgeräumt werden“, sagt Hans-Gerd Kaiser, „manchmal waren auch einfach völlig falsche Vorstellungen vorhanden, die unser Team jedoch im Einzelgespräch korrigieren konnten.“  Dr. Michael Adam ergänzt: „Wenn hier beim Termin Skepsis vorhanden war, wurde auch die im persönlichen Gespräch ausgeräumt.“

Hans-Gerd Kaiser ist stolz auf sein Team, das von der Vorbereitung bis zur Durchführung „großartige Arbeit“ geleistet habe. Die zweite Impfung der geflüchteten Menschen sowie der Mitarbeiterschaft soll in fünf Wochen stattfinden. 

 

Hintergrund

Im Auftrag der Stadt betreibt die EWIBO die kommunalen Flüchtlingsunterkünfte in Bocholt und organisiert die Betreuung der geflüchteten Menschen. Hierzu kooperiert die EWIBO mit unterschiedlichen Fachbereichen der Stadt Bocholt, Trägern der freien Wohlfahrtspflege sowie weiteren Organisationen und örtlichen Gruppen.